Der Erwerb einer Immobilie in der Türkei ist ein klar geregelter Prozess, der sich an ausländische Käufer richtet und durch spezifische Gesetze geregelt ist. Mit der richtigen Vorbereitung können Sie Ihr Traumhaus am Mittelmeer erwerben und zugleich eine sichere Investition tätigen.
Ja, die meisten Ausländer dürfen in der Türkei Immobilien erwerben. Grundlage ist das Prinzip der Gegenseitigkeit: Ausländer dürfen kaufen, wenn türkische Staatsangehörige in ihrem Heimatland unter ähnlichen Bedingungen Immobilien erwerben können.
Ja. Die Türkei bietet vergleichsweise günstige Preise, mediterranes Klima, schöne Strände und gastfreundliche Gemeinden. Dadurch ist die Nachfrage aus Europa und dem Nahen Osten stetig gestiegen, insbesondere in Ferienregionen wie Antalya, Belek, Bodrum oder Alanya.
Beim Kauf einer Immobilie in der Türkei fallen folgende Kosten an:
Maklerprovision: Gesetzlich festgelegt, 2 % vom Käufer und 2 % vom Verkäufer, berechnet auf den im Grundbuchamt (Tapu) angegebenen Wert.
Grunderwerbssteuer (Tapu-Harcı): 4 % des deklarierten Kaufpreises, zahlbar beim Grundbuchamt.
Döner-Sermaye-Gebühr: Für ausländische Käufer entstehen zusätzliche Katasterkosten von etwa 500–700 €.
Notar und Vollmacht (falls benötigt): Rund 300–400 €.
Passübersetzung mit Notar und vereidigtem Übersetzer: Pro Person ca. 75 €.
Damit bleiben Immobilienkäufe in der Türkei im Vergleich zu vielen europäischen Ländern erschwinglich.
In der Türkei ist es nicht verpflichtend, einen Anwalt zu beauftragen. Jeder Käufer kann seine Tapu-Übertragung selbst beim Grundbuchamt verfolgen und abschließen. Viele Käufer ziehen dennoch einen Anwalt hinzu, dies ist jedoch reine Entscheidung des Käufers.
Auswahl der Immobilie und Zahlung einer Reservierungsgebühr (meist 1.000–2.000 £).
Eröffnung eines türkischen Bankkontos und Beantragung einer Steuernummer.
Teilzahlung von 10–30 % und Unterzeichnung der Kaufverträge.
Einreichung der Unterlagen beim Grundbuchamt, inkl. eventueller militärischer Freigabe.
Restzahlung und Ausstellung der Eigentumsurkunde (Tapu) auf den Namen des Käufers.
In der Regel dauert es 8–12 Wochen, bis alle Formalitäten erledigt und die Tapu ausgestellt ist.
Ausländer können in der Türkei Kredite aufnehmen, dies sollte vor Abgabe eines Kaufangebots geregelt sein. Alternativ kann auch eine Finanzierung über Vermögen im Heimatland erfolgen.
Reisepass (mit beglaubigter türkischer Übersetzung)
Türkische Steuernummer
Türkisches Bankkonto
Passfotos (4–6 Stück)
Wird eine Immobilie nach mehr als fünf Jahren verkauft, fällt keine Kapitalertragssteuer an. Bei kürzerem Besitzzeitraum wird eine gestaffelte Steuer von bis zu 15 % erhoben. Zusätzlich gibt es jährliche Grundsteuer und Nebenkosten, die jedoch im internationalen Vergleich niedrig sind.
Für Aufenthalte von mehr als 90 Tagen innerhalb von 180 Tagen wird eine Aufenthaltserlaubnis benötigt. Der Antrag erfordert unter anderem TAPU oder Mietvertrag, Reisepass, Fotos und Nachweise über finanzielle Mittel. Eine Arbeitserlaubnis kann im Anschluss beantragt werden.
Private Gesundheitsversorgung ist qualitativ hochwertig und günstiger als in vielen europäischen Ländern. Europäische Versicherungen werden häufig anerkannt. Es gibt spezialisierte Kliniken und einen gut organisierten Rettungsdienst.
Haustiere wie Hunde, Katzen oder Vögel können nach Vorlage der erforderlichen Unterlagen (Impfpass, Gesundheitszertifikat, Identifikation) ohne Quarantäne eingeführt werden.
Die Küstenregionen bieten heiße Sommer und milde Winter, während Anatolien ein kälteres Klima hat. Frühling und Herbst gelten als besonders angenehm.
Viele Fluggesellschaften fliegen regelmäßig in die Türkei, darunter SunExpress, Corendon, TUI, Jet2, EasyJet und Turkish Airlines. Der neue Flughafen in Istanbul ist einer der größten weltweit und dient als internationales Drehkreuz.
Recherchieren Sie Bauträger und Makler gründlich.
Vertrauen Sie Empfehlungen und treffen Sie keine überhasteten Entscheidungen.
Mit sorgfältiger Vorbereitung wird Ihr Immobilienkauf in der Türkei zu einer sicheren und lohnenden Investition.
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