Beim Erwerb einer Immobilie in der Türkei müssen Käufer stets zusätzlich zum Kaufpreis mit weiteren Ausgaben rechnen. Diese beinhalten Einmalgebühren wie Steuern, Versicherungen und Notarkosten sowie laufende Posten wie Grundsteuer oder Versicherung. Ein realistisches Budget für alle Einmalkosten liegt zwischen 6 % bis 8 % des Kaufpreises.
Grunderwerbssteuer (Tapu-Harcı)
Diese Steuer beträgt 4 % des im Grundbuch angegebenen Wertes der Immobilie und wird beim Grundbuchamt entrichtet. Da der deklarierte Wert oft unter dem Marktpreis liegt, fallen die tatsächlichen Abgaben tendenziell geringer aus.
Maklerprovision
Rechtlich vorgeschrieben sind 2 % vom Käufer sowie 2 % vom Verkäufer, jeweils zuzüglich Mehrwertsteuer. In manchen Fällen übernimmt der Verkäufer den Anteil des Käufers.
Notar- und Beglaubigungskosten
Dazu zählen Übersetzungskosten für Dokumente, die vom Notar beglaubigt werden müssen. Solche Kosten können einige hundert Euro betragen.
Sachverständigengutachten
Ein Bewertungsbericht (Schätzung) ist häufig erforderlich. Die Kosten hierfür liegen je nach Objekt im Durchschnitt zwischen 5.500 und 11.700 TL, bei Gewerbeobjekten höher.
Anschlussgebühren für Wasser und Strom
Erstanschlussgebühren für Energie und Wasser inklusive Kaution können bis zu 1.000 TL betragen.
Döner-Sermaye-Gebühr / Katasterkosten
Diese Verwaltungsgebühren gelten für Ausländer und liegen meist bei 5.000 bis 6.000 TL.
DASK – Pflichtversicherung (Erdbebenversicherung)
Die gesetzlich vorgeschriebene Versicherung kostet für standardisierte Wohnungen zwischen 40 und 45 USD pro Jahr. Umgerechnet in Lira sind das je nach Region etwa 300 bis über 1.100 TL jährlich.
Grundsteuer (Emlak Vergisi)
Je nach Kommunalverwaltung fällt jährlich zwischen 0,1 % und 0,4 % des im Grundbuch angegebenen Wertes an. Wohnimmobilien in Städten zahlen meist 0,2 %.
Gemeindesteuer und Müllgebühr
Diese Beiträge sind eher gering. In vielen Regionen belaufen sie sich auf rund 30 bis 40 USD pro Jahr.
Wartungsgebühr (Aidat)
Bei Immobilien in Wohnanlagen kommen monatliche Beiträge für Verwaltung, Pool, Sicherheit und Gartenpflege hinzu. Diese liegen meist zwischen 100 und 160 TL pro Monat, in größeren Anlagen auch bis 650 TL.
| Kostenart | Einmalig / Laufend | Geschätzter Betrag |
|---|---|---|
| Grunderwerbssteuer | Einmalig | 4 % des Grundbuchwertes |
| Maklerprovision | Einmalig | 2 % des Preises (+ MwSt) |
| Gutachten | Einmalig | ca. 5.500–11.700 TL |
| Notar-/Übersetzungskosten | Einmalig | einige Hundert Euro |
| Wasser- und Stromanschluss | Einmalig | bis ca. 1.000 TL |
| Döner-Sermaye-/Katastergebühr | Einmalig | ca. 5.000–6.000 TL |
| DASK (Erdbebenversicherung) | Jährlich | ca. 300–1.100 TL |
| Grundsteuer | Jährlich | 0,1–0,4 % des Grundbuchwertes |
| Gemeindesteuer und Müllgebühr | Jährlich | ca. 30–40 USD |
| Aidat (Servicegebühr) | Monatlich | 100–160 TL (bis 650 TL möglich) |
Beim Kauf einer Immobilie in der Türkei sollten Käufer mit zusätzlichen 6–8 % des Kaufpreises an Nebenkosten rechnen. Diese umfassen Steuern, Gebühren, Versicherungen und Anschlusskosten. Darüber hinaus sind jährlich laufende Posten wie Grundsteuer, Aidat und Versicherung zu berücksichtigen. Im internationalen Vergleich sind die Kosten jedoch moderat, was den Immobilienkauf in der Türkei zusätzlich attraktiv macht.
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